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She's Back : D

Herzlichen Glueckwunsch, Lucy! Glueckwunsch zu der Geburt Deines Sohnes Ned (Edward), der gestern Nacht um 5 auf die Welt gekommen ist. Der dritte Sohn, und vermutlich ein Papa-Klon mehr. Denn im Hause Taggart sehen alle Maenner exakt gleich aus, was lustig ist. Lucy ist eine gute Freundin von Joanna, und die Ex-aupair-mutter von meiner Doreen. Sie hatte die letzten drei Wochen kein Aupair mehr, weswegen ich ihr zwischenzeitlich etwas ausgeholfen habe (Hurra, Super-Aupair to the rescue). Donnerstag und Freitag dann Endspurt. Da hab ich morgens zwei Stunden bei Jojo gearbeitet, rueber zu Lucy fuer 10 Stunden, dann noch anderthalb bei Jojo abends. An beiden Tagen.
Ein bisschen Angst hatte ich, mich bei den beiden Kleinen Jungs anzustecken, die Krupphusten und Lungenentzuendung haben. Und Lucy Grippe. Was fuer ein schlechtes Timing! Und das mit einem Vater, der Allgemeinarzt von Beruf ist. Nunja, ich hab viel heisse Zitrone getrunken und ich glaube, ich bin ausser Gefahr. Daumen gedrueckt fuer die Jungs und die dazugehoerige Mama, dass sie bald auch wieder fit sind.

Diese verrueckte Frau, allerdings! Hochschwanger, das Baby jederzeit zu erwarten. Krank noch dazu und uebernaechtigt, weil die Kinder jede Nacht schreien. Ich konnte sie nur mit Mueh und Not davon abhalten, den Vorratsschrank aus-und umzuraeumen. Oder das Spielzimmer umzugestalten. Oder das ganze Haus staubzusaugen. Joanna hat mir allerdings erzaehlt, dass sie selber zwei Stunden vor der Geburt ihres zweiten Kindes, umbedingt die Sofas im Wohnzimmer umarrangieren musste.Sie sagt, man bekaeme dann eine voellig verdrehte Wahrnehmung seiner Faehigkeiten, und absoluten Tatendrang.

Das emotionale Karussel ist aber vorbei nun, hoffen wir doch zumindest. Und damit zum Schlusswort und zur guten Nachricht des Tages, oder Monats oder fast schon Jahres: Doreen kommt wieder! Lucy hat soviel um die Ohren, dass sie sehr gut ein paar Haende gebrauchen kann, das sich schon auskennt. Jeden Griff schon kennt und nicht erst erklaert bekommen muss. Ich freute mir ein Bein ab, wenn das ginge. Autsch, vielleicht nicht. Aber jedenfalls freue ich mich sehr. So sehr, dass ich hier wahrscheinlich schon nerve mit "Es sind nur noch XY Tage, dann ist sie hier!!" Aber das ist egal. Sie bleibt bis Weihnachten, und dann, wenn alles gutgeht, vielleicht noch drei Monate. Ich waere einfach eine sehr glueckliche kleine Wahlenglaenderin, wenn dieser Fall eintreten wuerde. So, und mit diesem Gutelaunegedanken schliesse ich den Artikel. Morgen kommt hoffentlich noch einer, wenn ich es nicht vergesse. Allerdings kennt ihr mich, ich vergesse es bestimmt. Oder bin zu gestresst. Ach, wir werden sehen. Nightnight, sleep tight

25.11.07 23:30


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I simlpy remember my favourite things...

...and then I don't feel so bad. Es ist Herbt und das mag ich. Es ist so gemuetlich, einfach. Von den Dingen, die ich am liebsten mache, sind die meisten Herbst-bezogen. Ich kann wieder Kastanientierchen basteln, mit den Kinderchen als Vorwand, denn bestimmt wuerde ich das auch so machen. Im Geheimen. Ich kann zum Bonfire gehen in einen dicken Wintermantel eingekuschelt und zu jeder Tageszeit, da scheisskalt, Kaffee mit Schuss trinken. Ich kann beim Spazieren durch die Blaetterhaufen wirbeln und Pilze fuer mein Risotto selber im Wald sammeln. Kalte, klare Luft geniessen zusammen mit diesem typischen, kitschig-goldenen Herbstlaubblaetterlicht.

Hot Chocolate am Feuer in der Kueche trinken. Gemuetlich auf dem Sofa sitzen und den Streichholzgeruch der frisch angezuendeten Kerzen einatmen. Kuerbissuppe kochen die gut schmeckt, und aus dem ausgehoelten Rest Kuerbisgesichter mit den Kindern machen. Ich kann Halloween boykottieren und sehnsuechtig an unsere alten Martini-Zeiten denken. Und nach ein paar Tagen seit der Zeitumstellung habe ich mich auch langsam daran gewoehnt, dass es jetzt schon um fuenf Uhr stockdunkel ist.

Und es ist schoen, wenn ich abends nach Hause komme (denn das ist es, Zuhause) und es ist gemuetlich warm, und ich mich mit Wintertee aufs Sofa setzen kann, puenktlich fuer die 7 Uhr Nachrichten. Bin ich spiessig geworden? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Vielleicht ist das auch nur meine Herbst-Persoenlichkeit. Denn jede Jahreszeit macht einen ganz eigenen Menschen aus mir, das Gefuehl habe ich zumindest. Denn waehrend ich im Sommer kaum weiss, wohin mit meiner ganzen Energie, liebe ich es, im Herbst und Winter einfach nur zu geniessen, wie gut es mir geht, dass es gemuetlich ist und das es hier schoen ist. Und auch, wenn ich manche Dinge in Deutschland vermisse, und Menschen, sehr, fuehle ich mich gerade doch sehr wohl. In Beckley, Watcombe House.

31.10.07 17:59


i'm loving it.

Ohje! Das ist ja wirklich schlimm. Schlimm, wie dieser Blog einfach verschwunden ist, von der Bildflaeche. Habe ich mir doch ganz zu Anfang fest vorgenommen, kein Eintagsblogger zu werden und so schnell in der Versenkung zu verschwinden wie ich aus ihr aufgetaucht war. Nun. Indem ich nun wieder einen Artikel schreibe, ist das wie ein Versprechen an mich selbst und an die, die das von mir Geschriebene, lesen.
Und bei mir ist das so: Versprechen oder Vorhaben von mir an mich selbst halte ich nur aeusserst schwer ein. Ich bin meistens einfach zu faul. Zum Beispiel: Annika, machste mal wieder mehr Sport, das tut gut. Nee, dann ist ein Ausflug ins Cafe mit den Maedels doch verlockender. Oder: Raeum doch heute mal dein Haus auf, haste schon lange nicht mehr so gruendlich. Anfangs voller Elan aber dann rufen irgendwelche Menschen an, die meine Gesellschaft wuenschen und Schwupps ist die Wohnung immer noch chaotisch. Wenn ich aber Andere in meine geplanten Vorhaben einweihe, und seien es nur Kleinigkeiten, fuehle ich fast immer die Verpflichtung, es auch wirklich zu tun. Bescheuert. Beispiel: Hm, ich koennte gut mit dem Hund rausgehen. Fuer mich gedacht, haette dieses Vorhaben wohl nur jedes dritte bis vierte Mal die Chance, auch in die Tat umgesetzt zu werden. Spreche ich den Gedanken allerdings aus, in Gegenwart von Joanna o.a., gehe ich mit dem Hund. Punkt. Warum ist das bloss so? Sollten nicht Vorhaben, die ich mir denke, genauso umgesetzt werden, wie die, die ich ausspreche? Bloed ist das.
Naja. Der Punkt ist: Ich hoffe es funktioniert, wenn ich Euch jetzt mitteile: Hah, ich schreibe wieder, und zwar regelmaessig.


Heute allerdings (und siehe da, es faengt schon wieder an, ein bisschen, die Faulheit, meine ich), treffe ich Caro. Wir muessen noch das ganze Wochenende rekapitulieren, wer mit wem und so weiter. Sie war in London und ich hab dem Zeitraum von Freitag bis heute (und es geht weiter!) in einem Taumel von einem an Wahnsinn grenzenden Arbeitspensum und ebenso exzessiven Partypensum (haha, ekeliges Wort ^^) verbracht. War aber klasse. Na, und das wird gleich alles schoen durchdiskutiert bei lecker Guinness (ich) und lecker Cooola (Caro mit Auto). Ah, manchmal liebe ich es, ein Gossip girl zu sein : D

21.10.07 20:45


Aetsch. Ich bin ja doch nicht verschwunden.

Es gibt mich noch! Die Wochen unglaublichen Stresses sind vorbei (touch wood) und ich hab wieder ein bisschen mehr Zeit fuer alles. Hoffe ich. Das erste Resultat meiner neugewonnen Freiheit koennt ihr gleich hierdrunter lesen. Wenn ihr denn wollt.
29.6.07 12:59


Lazy Morning.

Tief einatmen, aus. Nocheinmal das Ganze. Die Wut ueber mein verschwundenes Handy hinunterschlucken und wieder umdrehen. Kissen zurechtruecken, so dass mein Kopf sich direkt in die Mitte der vier grossen und daunigweichen Federpolster befindet. Hmm, so ist das am schoensten. Den Arm zusaetzlich unter den Kopf schieben, die Beine anwinkeln und ein Stueckchen des italienischen Kingsize-duvets zwischen die Knie klemmen. Geniessen. Aber irgendetwas juckt am Knoechel, kribbelt und beisst. Das stoert. Schon wieder so ein verdammtes Mueckenviech. Bei diesem regensonnig verrueckten Wetter kommen die zu Tausenden aus ihren Nestern und sehen mich wohl als seltene deutsche Delikatesse mit Erdbeermarmelade und Honig im Blut, willkommene Abwechslung zum matten Porridgearoma der Inselbewohner. Aufstehen, also? Okay. Mein erster Morgen nach zwei Wochen, an dem ich so richtig haette ausschlafen koennen, die Zeit vergessen und einfach faul sein duerfen- warum haette das auch klappen sollen- klingt einfach zu schoen. Die Treppe runter stattdessen, der Schlafanzug bleibt aber an. Kuschelige Socken finden und die warmen Fuesse nicht kalt werden lassen, die nun wirklich nichts dafuer koennen. Wasserkocher an und mit missbilligender Miene wegen des schalen Ersatzes fuer richtigen Kaffee zwei Teeloeffel Nestle Instant in den Becher kippen. Milch und Zucker und Schlagsahne obendrauf, heute will ich suess. Kein Wunder eigentlich, dass ich Muecken anziehe. Komplettes Fruehstueck? Keine Lust. Annika Fruehstuecksmensch Grietje Heeren hat in Zeiten des morgendlichen Arbeitsstresses nach und nach die morgendliche Mahlzeit gestrichen, abgewoehnt. Zeitgruende. Gut ist das nicht, aber Schlafmangel auch nicht. Ab auf's Sofa also, oder wieder ins Bett? Kaffee und Musik und Bett, wunderbar eigentlich. Solange ich nicht den erstgenannten ueber die bluetenweissen Laken verschuette- moeglich waere das bei mir und durchaus realistisch. Der Genuss von gemuetlicher Entspannung haelt nicht lange vor. Die Gedanken um mein Handy und die damit verbundenen Telefonnummern, Adressen, die jetzt weg sein sollen, lassen mich nicht so richtig los. Natuerlich hab ich keine Datensynchronisation gemacht, keine gesicherten Nummern in einem comfy-cosy Verzeichnis auf meinem Rechner eingebettet. Das aergert mich, aber ich werde wohl auch beim naechsten Telefon zu faul und/oder gedankenlos sein, um das regelmaessig zu tun. Also bin ich selber doof.
Mittlerweile ist es schon wieder halb 12, wie konnte das denn passieren? Irgendwer dreht da heimlich an der Uhr. Die Dusche hat mich heute noch gar nicht gesehen, und in anderthalb Stunden faengt die Arbeit an. Kinderchen wollen bespielt und gefuettert werden. Gestern haben wir pinkes Play-Doh hergestellt, das zahlt sich heute aus. Beschaeftigung fuer eine Stunde. Und dann heute Nacht, Uebernachtungsparty. Gaeste: Annika. Und mein Lieblingskuscheltier, das ich nicht habe. Zumindest, nicht hier. Jo und Al gehen in Die Oper, bleiben die Nacht ueber im Hotel, also uebernachte ich im Haus. Deswegen kann ich morgen frueh im Bademantel Croissants mit Bacon braten und ein Samstagmorgenfruehstueck mit den Kleinen halten. Und es gibt wohl nicht viel Niedlicheres als von kleinen nachthemdigen Engelchen mit einem geziehlten Sprung in die Bauchgegend morgens frueh um 6 liebevoll ("Aaaaannie wake up wake up wake up NOW!" ) geweckt zu werden. Ja. Und darauf werde ich mich nun vorbereiten, denn ich musste versprechen, einen Uebernachtungskoffer zu packen, sonst zaehlt das nicht. Ist doch klar.
29.6.07 12:55


Think Pink. Weisheit einer Vierjaehrigen.

At bedtime, after prayers:
Olivia: You can't see God, Annie, can you?
Annie: Well, I can't - can you?
Olivia: No me neither... You know, it's because he is white.
Annie: Transparent, you mean. See-through.
Olivia: Yes, but you know what? Sometimes I think he's not transparent - he is pink.
21.5.07 12:39


Es gibt mich noch.

Lange her, dass ich das letzte Mal geschrieben hab. So viel ist passiert! Nichts Grosses, nur so viel Unterschiedliches. Alles aufzuzaehlen, abzuarbeiten, gliche da eher einem Wochenrueckblick in 10 minuten. Aber um fuer alles was so war, einen eigenen Artikel zu schreiben, ist die zeitliche Naehe, die Aktualitaet nicht mehr da. Und darunter wuerde die Authentizitaet des Geschrieben empfindlich leiden. 
Nun gut, dann also doch Wochenruecklick, denn ein paar Dinge sollen einfach nicht unerwaehnt bleiben. Zum ersten, vielen, vielen Dank fuer alle Eure Karten, Briefe und Geschenke zu meinem Geburtstag ^^ Ich hab mich so gefreut. Komisch war es, an einem "ganz normalen Tag" auf einmal lots of attention zu bekommen. Denn, in mir selbst geht ja nicht um 24:00 Uhr zum 27. eine Fanfare los, und mein Seelenpersoenchen schmeisst kein Konfetti. Im Grunde hat Olivia damit ja Recht gehabt: Ohne Geburtstagstorte merkt man moeglicherweise gar nicht, dass man ueberhaupt Geburtstag hat. Die ich im Uebrigen auch nicht bekommen hab, sondern Geburtstagsfairycakes, mit chocolate-spread and sprinkles. Und Kerzen, die nicht mehr ausgehen, auch wenn man pustet. Also, das ist doch mindestens genauso toll
Spaetestens, als Mareke und Bastian dann gegen Mittag ankamen, war es schlichtweg unmoeglich, meine (nun bald faltigen) Augen vor der Geburtstags-Wahrheit zu verschliessen. Denn die Beiden trugen tshirts, auf dem jeweils vorne "2" und "0" stand, und hinten "Happy" und "Birthday". Mit extra importierten Luftschlangen wurde ich auch noch bepustet. Joanna war hingerissen ^^ Und ICH natuerlich auch. Soviel Heeren'sche Beklopptheit findet man ja nicht ueberall.
Es war so schoen, ein bisschen Ostfriesland hier zu haben mit den beiden, auch wenn wir schaetzungsweise 243 Packungen Toast kaufen mussten, um Bastian sattzubekommen. Und obwohl es die einzige Woche seit langem war, in der es geregnet hat, war das doch eine sehr sehr, schoene. Viel Verruecktheit, NCIS bis zum beinahe-krepieren, zu viel Schokolade und Partybus. Fotos gibts wohl noch online demnaechst.
Als sie dann wieder weg waren, hab ich erstmal zwei Tage aufgeraeumt ; ) Und dann war auch schon Emmas Hochzeit. Emma ist die Schwester von meinem Gastvater. Und genau, wie ihre Schwester Claire, ist Emma taubstumm. Zu allem Ueberfluss auch noch ein bisschen blind, und hat eine Laktoseintoleranz. Alles in allem also ziemlich weniger schoen. Clive, ihr frischgebackener Ehemann ist ebenfalls taub, aber nicht stumm. Zusammen besitzen sie die beiden ersten Taubstummen-Hunde ueberhaupt in England, Dora und Drew. Die stupsen sie zum Beispiel an, wenn es an der Tuer klingelt o.ae.
Wie soll man also nun mit Worten eine Hochzeit beschreiben, die so ganz und gar nicht auf dem gesprochenen Wort basiert? Man bekommt zum ersten Mal einen Eindruck von dem Gefuehl, dass ein Taubstummer in einem Raum mit lauter sprechenden Menschen empfinden muesste. Man fuehlt sich beinahe selber taub, weil man merkt, dass alle um einen herum kommunizieren, aber man selber keinen Zugang hat. Denn das, was ich an Gebaerdensprache kann, wuerde naemlich hoechstens fuer 6-7 Minuten Unterhaltung reichen.
Aber zu meinem Glueck waren natuerlich auch eine Menge sprechender Leute da, vorzugsweise aeltere Herren, die mich unbedingt an ihren Deutschkenntnissen teilhaben lassen wollten. Erworben im Krieg, beschraenken sich diese allerdings meistens auf "Hamburg", "Flugzeug", "Muenchen" und "Bier". Trotzdem nett. Besonders das jugendlich-schelmische Glitzern in den Augen, wenn sie sich mit einem gelachten "Auf Wiedersehen, mein Fraulein" verabschieden.
Ziemlich beeindruckend war natuerlich, dass Emma und Clive zu ihren Flitterwochen von "Uncle James", einem engen Freund der Hancocks, mit seinem Helicopter abgeholt wurden, der mitten auf der Festwiese mit einem enormen Getoese landete (das ja gluecklicherweise ueber die Haelfte der Anwesenden gar nicht hoeren konnten *g*).
Und vollkommen kaputt vom vielen Haeppchen essen, Tanzen zur carribean steel drum band (absolut fantastisch), Kinderbeaufsichtigen und hoeflich Konversation betreiben, war ich dann ganz froh, als ich gegen 7 Uhr abends mit den Kinderchen nach Hause konnte, babysitten. Kleid aus, unbequeme Schuhe aus, und fuer den Rest des Abends nicht mehr herunter vom Sofa. Aber, ein tolles Erlebnis, so eine englische Hochzeit.
Den Rest dieser Woche hab ich dann in einer Art Schlaf-Essen-Arbeiten Taumel hinter mich gebracht. War alles ziemlich anstrengend.
Aber nun, nun faengt das normale Leben wieder an. Hoffe ich, zumindest ein kleines bisschen.
11.5.07 13:20


"Annie, wann ist endlich morgen? Wann? Wann?"

Dieses Kind! Ist einfach nur zum Knutschen. Und: viermal aufgeregter als ich selbst. Wie kann man bloss ueberhaupt so suess sein? Heute hat sie mir ihr "special outfit" gezeigt, dass schon seit drei Tagen sorgsam ausgebreitet auf ihrem Ankleidestuhl liegt. Extra ausgesucht, um es an meinem Geburtstag anzuziehen. Dann hat sie es, seit sie aus der Schule kam, nicht mehr aushalten koennen, und mir schon mein Geschenk gezeigt, dass sie in der Schule fuer mich gebastelt hat :D Und als ich sie heute Nacht ins Bett gebracht hab, da hat sie angefangen, ganz herzzerreissend zu schluchzen. Ich dachte natuerlich, sie wolle noch nicht schlafen, oder haette zu wenig Geschichten gehoert vorher, oder sonst was. Aber was war? Sie wollte ganz unbedingt, dass morgen endlich schon heute ist, und wir meinen Geburtstag feiern koennen. Als ich sie dann davon ueberzeugt hatte, dass Schlafen die beste Methode ist, um diese Zeit zu ueberbruecken, ist sie aber schon wieder in Traenen ausgebrochen. Diesmal, weil sie von einer schrecklichen Erkenntnis getroffen war: Sie hat mir keinen Geburtstagskuchen gebacken! Das kleine Ding, hat ein schrecklich schlechtes Gewissen, weil sie mir keinen Kuchen gemacht hat. Ist das nicht unglaublich? Sie meinte, wenn ich morgen frueh keinen Geburtstagskuchen haette, wuerde ich ja gar nicht merken, dass ueberhaupt mein Geburtstag ist! Diese Ueberlegung ist so durch und durch suess, dass ich auch beinahe angefangen haette, zu heulen. Ich glaube naemlich auch nicht, dass Joanna einen Kuchen gebacken hat. Denn uebermorgen gibt sie ja wieder eine aeusserst glamouroese Dinnerparty, und die Gute besteht nur noch aus Stress.
Aber ach, ich bin ja schon gross. Ich brauch gar keinen Geburtstagskuchen, mit solchen Albernheiten wie 20 geringelten Kerzen, oder Gummibaerchen, oder niedlichen Zuckerbluemchen, oder leckeren Smarties, oder tollen Zuckergusschrift, oder detaillierte Marzipanrosen... Pah ^^
Ich werde gleich also schlafen gehen, und zum ersten Mal in meinem Leben an meinem Geburtstag in einem Haus allein aufwachen, allein fruehstuecken und alleine ein oder zwei Briefe aufmachen, weil ichs bis Mareke und Bastian kommen, dann auch nicht aushalten kann ^^ Mal sehen also, ob ich mich morgen anders fuehle. Immerhin mache ich ja den grossen, bedeutenden und einflussnehmenden Schritt von der Teenagerzeit ins richtige Leben ^^ Mit zwanzig, dann bin ich ja so richtig alt und erwachsen. Ich vermute stark, dass ich von nun an graue Haare in meiner Buerste finden werde...

26.4.07 21:33


Dreimal werde ich noch wach...

...Heissa, dann ist Geburtstahach. Huuh, nur noch drei Tage. Joanna sagt mir einmal pro Woche, sie haette noch nie ein Maedchen in meinem Alter getroffen, dass schon so erwachsen ist. Aber, wenn es um meinen Geburtstag geht, fuehle ich mich verrueckterweise eher wie 9, und nicht 19 :D Ich hab schon zwei Geburtstagsbriefe im Briefkasten gehabt heute, die liegen ungeoeffnet auf meinem Wohnzimmertisch. Die Armen, fuehlen sich sicherlich wie Kaninchen vor der Schlange, weil ich sie schon die ganze Zeit hypnotisierend ansehe. Koennte ja sein, dass ich so erfahre, was drinsteht. Denn: Vor Freitag kann ich die ja unmoeglich aufmachen. In England macht man das so, aber das geht doch nicht. M-m.
Gut, dass die naechsten Tage vollgepackt sind, mit Arbeit. Ich muss naemlich schonmal die Stunden vorarbeiten, die ich alle freibekommen werde, wegen Bastian und Mareki. Aber das haelt mich davon ab, a)die Briefe doch schon aufzumachen und b) die ganze Zeit in meinem Haus herumzuhibbeln.

Jemima und Olivia malen nicht nur schon seit Ewigkeiten Geburtstagsbilder fuer mich, sie praktizieren schon seit einer Woche folgende Version eines bekannten Geburtstagsliedes, um Freitag auch wirklich in Hoechstform zu sein:

Happy Birthday to you
Squashed tomatoes and stew
You look like a monkey
And you smell like one, too.

Joanna sagt, das ist das erste Lied, von dem beide Maedchen damals als allererstes sowohl Melodie als auch Text einwandfrei beherrschten . Und ratet mal, wer ihnen das beigebracht hat. Na klar, naughty daddy. Der macht ja immer fast noch mehr Quatsch, als meine beiden Kleinen ; )

Also ihr Lieben, noch ist es nicht zu spaet. Liebe und Verehrung, Blumen und Konfekt, koennt ihr alles noch hierhin senden

24.4.07 15:17


Säbelzahntiger? Dü gübt üs hür nüch.

Wenn die Evolution nicht ueber Jahrmillionen sondern ueber Monate, oder Jahre wirken wuerde, dann waere das AnnikaGrietjeGen (AGG) wohl leider hoechstwahrscheinlich laengst durch Selektion aussortiert worden. Was fuer ein Glueck habe ich daher, dass dieses Auswahlverfahren nicht nur aeusserst langsam funktioniert, sondern auch durch Medizin, Bildung und die Deutsche Post ohnehin beihnahe ausgeschaltet wurde. So muss ich vielleicht doch nicht dran glauben, weil ich durchs evolutionaere Raster von "Nur die Besten und Schlausten ueberleben" falle. Ich bin naemlich irgendwie das kleine Tickchen zu doof. Oder zumindest, tollpatschig. Oder, zumindest vom Pech verfolgt.
Denn, wem faellt der Ast auf den Kopf? Mir.Genau. Und wer rennt in die Rosenhecke und gleich am naechsten Tag nocheinmal? Mhm. Wenn ein Saebelzaehntiger das zweimal hintereinander machen wuerde, dann wuerde das weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen. Er koennte dann, verletzt wie er ist, nicht mehr richtig jagen, fuer lange Zeit. Das widerum wuerde ihn zu schwach fuer die ganze Fortpflanzungsgeschichte machen. Damit waere sein Erbgut fuer immer im genetischen Nirvana verschwunden. Und Schwupps, schon wieder ist ein kleines Stueckchen Doofheit erfolgreich ausradiert worden (Deswegen sind die ja auch alle ausgestorben, die Saebelzahntiger. Hah, jetzt wisst Ihr's).
Allerdings! Wenn man von alleine feststellt, dass man Gefahr laeuft zur Risikogruppe (zwoo, eiins, Riiisiko) der Selektion zu gehoeren (Ausloeschung durch chronische Pechverfolgung), dann ist man immerhin vielleicht doch schlau genug, um es sich in einer geheimen Hoehle gemuetlich zu machen, und Peekaboo mit dem Leben zu spielen.
Soll ich das also tun? Arhg.

18.4.07 20:30


Bouncy Annie. Quietschfidel.

Hier ist Sommer. Bei euch auch? Olivia und Jemima sind endlich rundum zufrieden und schlussendlich auch ueberzeugt, dass ich doch ein Maedchen bin, weil ich die letzten Tage endlich auch mal in Rock zur Arbeit angetreten bin. Das war naemlich immer Thema: Annie, warum hast Du nie Roecke an? Hast Du keine? Findest Du Roecke etwa doof? (Dabei herrausfordernd guckend, da ich ja weiss, dass sie nur Roecke traegt) aber auch: Als richtiges Maedchen muss man doch Roecke anziehen und nicht immer bloss Jeans. Mummy macht das doch auch.
Ja, und nun erklaere mal einem vierjaehrigen Maedchen auf dieser Basis, warum man eigentlich keine Roecke anzieht, 24/7. Weil es arschkalt im Winter ist? Kann man nicht sagen. Weil es unbequem ist, staendig aufzupassen, dass man sich nicht im Schneidersitz hinsetzt? ^^ Auch nicht. Dass man findet, dass man keine Rock-Beine hat? Schon gar nicht. Nun denn.
Gestern zumindest hatte ich keinen Rock an, sondern eine knielange, dunkle Jeans. Dazu eine kurzaermelige schwarze Bluse und meine geliebten Perlenohrringe. Nicht zu vergessen, ein dezentes, aber gewinnendes Laecheln, haha. Sehr sittsam. Wieso denn bloss? Ich musste gestern (mit Doreen zusammen) bei einer Tauffeier helfen. Eine Bekannte Joannas hatte gefragt, ob sie mich einen Tag ausleihen darf, weil sie so schwer beeindruckt war von mir, auf der Dinnerparty ; ) und da ich sowieso frei hatte, passte das ganz gut. Um zehn wurden wir per Taxi abgeholt und das vier, fuenf Ortschaften entfernte Sandhurst gebracht. Wir mussten dann fuer 30 Erwachsene und 32 Kinder (!)alles vorbereiten, Glaeser platzieren, Wein entkorken, Tonnen von Eis ueber meterhohe Champagner"kuebel" kippen, Essen vorbereiten, Champanger bereitstellen, Hotdogs fuer die Kinderchen machen und so weiter. Um 12 sind dann alle in die Kirche verschwunden, und wir hatten Zeit, alles fertig vorzubereiten und danach ein bisschen auszuspannen. Erstmal haben wir uns natuerlich das Haus angeguckt. Wieder eins, das einem die Sprache verschlaegt. Gerade erst neugekauft, mit hellem Steinfussboden in Kueche und Dining-Room (wunderschoen) und eingerichtet wie im Impressionen-Katalog. Dazu ein Garten, dessen Groesse sich nur mit einem Fernglas erschliessen wuerde. Fuer die Kinder hatten sie ein "Bouncy Castle" bestellt, also eine Huepfburg. Ausserdem hatten sie ein Trampolin, aber nicht so ein Gammelteil. Nahein. Durchmesser ca. 6 meter, mit einen Netz drumherum und so weiter. Ausserdem mehrere Planschbecken. Kinderparadies! Doreen und ich haben erstmal das Trampolin in Beschlag genommen und eine halbe Stunde nur gehuepft. Wisst ihr, wie anstrengend das ist? Vor allem, weil man die ganze Zeit lachen muss. So sinnlos, als wuerde man morgens um 6 in einem Bett liegen, und nicht einschlafen koennen/moegen, und nicht enden wollende Lachanfaelle bekommen, weil man schon seit Ewigkeiten "Bill and Ben the Flowerpotmen" als Ohrwurm hat. So sinnlos, und wunderwunderschoen.
Dann erst, als ich mir schon beinahe alles Leben ausgehuepft hatte, ist mir erst eingefallen, dass ich noch nie, NIE (zumindest in meinem bewussten Leben) auf einem Bouncy Castle war. Und schon gar nicht ganz fuer mich alleine! Naja, da mussten meine Beine dran glauben, und noch ein bisschen mehr huepfen. Ich habe also in einer dreiviertelstunde meine gesamte Kindheit nachgehuepft ^^ Da verspuert man einen Anflug von Wissen, ueber das Glueck. Wirklich. Springt mal eine viertelstunde mit eurer besten Freundin im Sonnenschein barfuss im Alter von 20 lachend und, jauchzend kann man gar sagen, auf einer Huepfburg. Danach ist die Welt eine andere.
Da hat uns auch der Gedanke, gleich eine ganze Horde steinreicher, partiell arroganter, aber auch einfach durch und durch andersartiger Englaender zu bewirten, nicht mehr viel ausmachen koennen. Tatsaechlich habe ich auch, trotz meiner angeborenen und hartnaeckigen Tollpatschigkeit niemandem irgendetwas ueber das Hemd gegossen, sei es nun Rotwein oder Spargelsosse. Wieder einmal wird man von Wildfremden mit "Darling", "Sweetie" und "Gorgeous" angeredet, aber auch daran hat man sich nach einem halben Jahr England beinahe gewoehnt.
Nach sechs Stunden recht harter Arbeit hat uns dann Andrew, der stolze Papa, nach Hause gefahren. Das Gehalt, dass wir fuer diesen (eigentlich sehr schoenen) Arbeitstag bekommen hatten. bewegt sich ungefaehr in Richtung meines gesamten Wochenlohns. Hat sich also durchaus gelohnt ; ) Ausserdem steht nun auch noch eine Flasche Champagner in meinem Schrank, die als Bonus fungiert hat. Diese wird, falls es vorher nichts zu feiern gibt, an meinem Geburtstag gekoepft. Der ja, wir ihr alle mit Sicherheit aus dem Kopf wisst, schon in noch nicht einmal mehr zwei Wochen sein wird! Freude, Freude. Vor allem, weil ja mein Schwesterherz und mein Adoptiv-Bastian genau an diesem Tag hier ankommen werden.
Nun gut. Nach diesem langen Eintrag hab ich mir ein bisschen Erholung verdient, die ich in Form eines Barbecues am Pool auszuleben gedenke.
Ach, ist das Leben schoen.
15.4.07 12:45


Trost.

"Just close your eyes and indulge yourself in the sweet imagination of a life with no irons." Anthony.

Ach, wenn diese Vorstellung doch nur wahr wuerde. Aber wie gut, dass man Freunde hat, die einen immer wieder aufmuntern, auch noch nach 4 Stunden Buegeln :D

29.3.07 20:40


Sommer, Palmen, Sonnenschein,

Was kann schoener sein. Aach, es geht mir so richtig gut :D Vor allem, bei diesen Temperaturen! Und ich will hier am liebsten wohnen, fuer immer und immer.
Nunja, Joanna hat mich mit der verantwortungsschweren Aufgabe betraut, die ersten Telefon-Auswahlgespraeche, das neue Aupair betreffend, zu fuehren. Wenn es nach uns ginge, waere das im Moment alles noch ein bisschen frueh, und sie will lieber verdraengen, dass ich nicht fuer immer bleiben kann. Aber ihre beste Freundin, Lucy, kriegt Torschlusspanik (findet ihr nicht auch, dass das ein Modewort geworden ist? Ein bisschen unsympathisch.). Doreen, falls ihr die noch einordnen koennt, ist Lucy's Aupair. Und Doreen geht ja, so wie ich, im Sommer wieder nach Deutschland. Also hab ich heute schon ungefaehr 10 cv's durchgesehen, und keine Ahnung, ob eine von denen besonders herraussticht. Hobbies saemtlicher Maedchen: lesen, Freunde, Musik. Aha. Und als Lieblingsessen Pizza, oder wie ^^  Sind alle gleich alt und die meisten habe kleine Geschwister, die sie gebabysittet haben. Und ich habe schon so einen Beschuetzerinstinkt entwickelt, ich hab das Gefuehl, ich bin kritischer als Joanna, was das Auswahlverfahren angeht. Ich will nicht irgendein komisches Aupair an "meine" kleinen, verrueckten, suessen, frechen, wunderbaren, kuscheligen, liebenswerten, Maedchen lassen. Aber na, da wird sich schon jemand Geeignetes finden. Und wenn man erstmal am Telefon mit jemandem spricht, wird hoffentlich auch deutlicher, wie dessen Charakter zumindest ansatzweise beschaffen ist. Bei der Gelegenheit kann ich also meine psychologischen Faehigkeiten testen. Haha.

Und ganz am Rande: Herzlichen Glueckwunsch zum Geburtstag, lieber Papi ; ) Du wirst ja immer aelter, und aelter :D Naja, Du siehst ja immer noch aus wie Anfang 30. Ich hoffe, mein Paket ist angekommen? Wenn ja, ich glaube, ich habe die tollste Geburtstagskarte gekauft, die jemals ein Mensch gesehen hat.

29.3.07 22:55


"Na? Klassenfahrt?"

Gestern war ich in der Stadt und auf einmal war ich, so schien es, umringt von lauter deutschen Teenies. Sie waren ueberall! In meinem Lieblingscafe, im Gemueseladen, bei Woolworths, sogar auf der Kirchmauer sassen sie und schnatterten. Nachdem ich meinen ganzen Einkauf erledigt hatte, hab ich mich dann aus Spass neben ein paar Bilderbuch-Exemplare auf eine Bank gesetzt. Ein bisschen zugehoert. Gemein, ich weiss. Mein Grinsen wurde immer breiter und breiter, denn die Themen waren ungefaehr in die "Karin-geht-jetzt-mit-Tom-aber-will-auch-was-von-Mark"-Kategorie einzuordnen ^^ Da sie ja nicht wussten, dass ich auch Deutscht spreche, ging das Gespraech ziemlich ungeniert von Statten. Irgendwann ist einem von ihnen wohl das grinsende Maedchen am Ende der Bank aufgefallen, und meinte mit einem charmanten hessischen Klang in der Stimme, und immer noch in dem Glauben, es verstuende sie ja kein Mensch "Boah, warum grinst die Alte dahinten denn so". Ich, konnte mein Lachen dann kaum noch verkneifen, ich bin ja so boesartig. "Huh, seh ich denn wirklich schon so alt aus? Ich bin erst 20" hab ich sie dann gefragt. Lachanfall. Und vier sehr beschaemte, kleine Maedchen. Obwohl, so sechzehn waren die schon, sicherlich. Schon, haha (Tschuldige, Illi :-*).

Das war auf jeden Fall sehr lustig. Man sollte einfach nicht davon ausgehen, dass kein anderer die eigene Sprache spricht. Das koennte im Extremfall sehr, sehr peinlich werden. Doreen und ich muessen auch immer aufpassen. Denn sowas passiert recht leicht, und nach zwei Stunden vertraulichen Gespraechs ploetzlich festzustellen, dass der Barmann 7 Jahre in Deutschland gelebt hat, faellt ungefaehr in die gleiche Fettnaepfchen-Kategorie. Gut zumindest, dass ich mir den Kommentar ueber seine komischen lila Haare vorher verkniffen hatte.

22.3.07 16:50


Gnanana.

Das hat Obelix auch immer gesagt. Zumindest behauptet das mein Papa. Und der sagt das auch staendig. Und zwar ist das ein Wort, das man benutzt, wenn irgendetwas doof, aber nich vieler Worte wert ist.

Das Wetter! Das macht mich so richtig gnanana. Denn die %$&*@ Schafe unten auf der Wiese koennen noch den letzten Rest Sonnenschein als Beilage zu ihren Gaensebluemchen geniessen, und ich, ich sitze schon im Zentrum des Ekelwetters und muss dank Hagel um meine einfachverglasten Fenster fuerchten. Das, was mich gerade bei guter Laune haelt, sind der Geruch der Quarkbroetchen die gerade aus dem Ofen kommen, und eine Person mit q im Namen. Vielleicht aber auch noch der Gedanke, dass man mich gar nicht vermischen kann. Wie Play-Doh oder Quarkbroetchenteig. Das waere, glaube ich, naemlich gar nicht so schoen.
Was fuer ein Nonsense. Allerdings, das liegt auch im Auge des Betrachters. Denn, mich macht es erleichtert. Und siehe da: Zweck erfuellt.
So. Seit ich die letzten drei Zeilen geschrieben habe, sind schon zwei ganze Quarkbroetchen, ausgeruestet mit Budgens Bester Erdbeermarmelade in meinem knurrenden Magen verschwunden, die Armen. Da treffen sie sich naemlich mit Frau Apfelmus und den Pfannkuchenmaedchen. Die warten dort schon seit dem Mittagessen, und sind leicht veraergert ueber diese Verspaetung.

Hm. Wie ihr seht, schlagen meine Gedanken gerade Kapriolen, wie das Wetter. Und da ich nun sowieso wieder an die Arbeit muss, beende ich diesen Eintrag. Und die Kinderchen finden es toll, wenn man ein bisschen spinnt.

19.3.07 17:54


Domestic Goddess?

Heute, ein schoener Tag. Unerwarteter Weise hatte ich den Morgen frei bekommen, ausschlafen. Fruehstueck im Garten, bei ca. 18 Grad und mit Rock und Tshirt. Blossige Fuesse sogar! Und der erste Sonnengeruch auf der Haut, wenn man so ein bisschen gegen das Handgelenk atmet. Wenn das keine gute Laune macht, dann aber der frischgepresste Orangensaft, mein perfekter Kaffee mit Milchschaum, das Broetchen direkt aus dem Ofen oder zumindest die Schuessel gekuehlter Honigmelone.

Akkustisch untermalt wurde diese idyllischen Momente durch Vogelzwitschern, Hufeklappern, Hummelbrummeln und von einem in die Hecke kotzenden Hackett (bei Tieren darf man "kotzen" sagen, die "fressen" ja auch), der immer noch krank ist.  

Irgendwann musste ich mich dann allerdings an die Arbeit machen, auf mich warten (immernoch) drei Zimmer, die gebuegelt werden muessen. Ich hab aber ersteinmal gekocht, und zwar folgendes: Rhabarberkompott und Vanillpudding (Juchu, ich liebe diese Zeit), Zucchinisuppe, die wirklich sehr, sehr lecker geworden ist und fuer zwei Tage reicht, und gerade ist noch ein Blech mit meinen geliebten Haferflockenplaetzchen in den Ofen gekommen. Ich glaube, ich werde (oder bin schon?) noch die perfekte Hausfrau, uaah. Denn all das Kochen und Putzen habe ich mit fantastischer Laune und schiefem Pfeifen erledigt.
Zwischendurch musste ich dem tollsten Hund der Welt noch seine Antibiotika verabreichen, direkt in die Kehle stopfen. Der Arme, das fand er gar nicht lustig. Ich auch nicht, uebrigens, weil ich doch allergisch gegen Hundespucke bin.

Und nun habe ich noch 20 Minuten, die ich mit einem (leider weniger guten) Buch in der Sonne zu verbringen gedenke. Denn danach muss ich mich wirklich einmal aufraffen, und mit Buegeln anfangen, sonst ist Joanna heute abend not amused.

14.3.07 15:01


Good girl!

Ich bin so muede. Die ganze Zeit bin ich nur muede. Vielleicht sollte ich doch mal die Eisentabletten nehmen, und dann wird das besser, vielleicht.
Ueberhaupt ist fuer einen Freitagabend grad sehr mhm, gedrueckte Stimmung. Da ich immer noch ziemlich auf Medikamenten laufe, mochte ich heute nicht weggehen und irgendwie hoere ich nur traurige Musik. Ich denke, ich befinde mich wohl gerade in einer post-tonsiliten Phase. Und ich ueberlege, wie miserable ich gerade gucke, und muss sogar ein bisschen lachen darueber. Immerhin war heute schon Sommer und ich kann wieder feste Nahrung zu mir nehmen, seit mehreren Tagen. Was in diesem Fall eine sehr ironische Fuegung des Schicksals ist, denn mein Kuehlschrank ist leer. Bis auf ein bisschen Milch, Senf und ein paar verlorene Tomaten ist da nicht mehr viel zu holen. Oh, ein Porree ist da auch noch, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich dem noch ueber den Weg trauen kann.

Wir waren heute spazieren (Mama, Kinder, Aupair und Hund), und Olivia hat mich wieder einmal von den Socken gehauen, und sich aus den Gummistiefeln. Wir haben naemlich im Wald Pooh-sticks (Winnie the Pooh hat das erfunden, man wirft Stoeckchen in einen laufendes Gewaesser und guckt, welches eher auf der anderen Seite der Bruecke herauskommt) gespielt. Und weil wir alle ein bisschen verrueckt waren und viel herumgehuepft sind, ist sie ausversehen in den Fluss gefallen! Das Wasser war zum Glueck nicht tief. Aber natuerlich hoeher, als ihre Gummistiefel, und sie wurde klatschnass. Strumpfhose, Rock, alles tropfend. Und eigentlich war es mit Wind und so weiter ziemlich frisch. Und trotzdem hat sie kein bisschen geheult oder geschrieen, wie man das von vierjaehrigen Maedchen ja erwarten koennte. Sondern sich nur lautstark amuesiert, ueber ihre eigene Tollpatschigkeit. Ist das nicht ein mal ein tolles Kind? Ich war sehr beeindruckt. Der Fluss muss soo kalt gewesen sein! (Joanna hat uebrigens auch keine "Oh my God oh my God!"-Schreie von sich gegeben, dass man von einer Mutter auch durchaus erwarten koennte.)
Unterwegs nach Hause, es gab immer noch keine Klagen, mussten wir staendig anhalten um literweise Wasser aus ihren Stiefeln zu befoerdern. Dabei haben die beim Laufen das Geraeusch gemacht, dass man auch hat, wenn man durch's Watt wandert. Squitsch squatsch, squitsch squatsch. Und helles Kinderlachen.

9.3.07 23:46


Die (dramatische) Leidensgeschichte der Annika H.

Und ich hatte doch gedacht, ich schaffe es. Schon eine Woche war rum, nach Joannas Krankheit, und ich musste nicht mal niesen, zwischendurch. Am Donnerstag war ich ja noch am Strand und sogar Freitag morgen hab ich noch meinen Wocheneinkauf gemacht, keine Anzeichen von irgendwas. Ab Mittag hat mein Kopf angefangen, weh zu tun, und gegen Abend hatte ich schon drei, vier Paracetamol intus, weil auch noch Halsschmerzen dazugekommen waren. Also habe ich das erste Mal, seit ich hier bin, gefragt, ob ich eher gehen koenne. Natuerlich konnte ich das. Innerhalb von, was weiss ich, 5, 6 Stunden hat sich mein Zustand von normal auf katastrophal geschaltet! Das ist das, was mich am meisten fasziniert.
Meine Sehkraft hat nicht mehr normal funktioniert, alles tat weh, und mir war kalt, wie Sau. Ab ins Bett also. Aber die Nacht war die Hoelle. Vor Schmerzen konnte ich nicht schlafen, und auf dem Weg ins Bad hab ich mir dann auch noch die Nase angeknackst. Auf einmal bin ich naemlich auf dem Badezimmerboden "aufgewacht", fragt mich nicht wie ich da hingekommen bin. Oder wie lange ich da gelegen hab. Aber anscheinend dabei irgendwo mit der Nase angehauen.. Und das in so einer einsamen Huette mitten in der Nacht, im Nachhinein krieg ich Angst ^^ Schmerztabletten konnte ich mittlerweile auch nicht mehr nehmen, weil zugeschwollener Hals und unertraegliche Schmerzen.
Also, schlepp ich mich, nachdem es endlich 8:00 war, rueber zum Hancock'schen Haus. Zwischendurch immer Blackouts. Klingt richtig dramatisch, wenn man es aufschreibt (Aber, so wars, und solche Geschehnisse kann ich euch ja nicht vorenthalten ; ) ). Die local surgery machte leider nicht eher als 9:00 auf, also noch eine Stunde warten. Schon alleine die Klamotten auf meiner Haut waren so schmerzhaft, dass ich am liebsten fast die ganze Zeit geheult haette, aber das geht ja nicht, vor den Kindern Kennt ihr das Gefuehl, oder bin ich da alleine? Wenn jede noch so kleine Beruehrung so weh tut, als wuerde man staendig "tausend Stecknadeln" machen? Naja, zu meinen Kopfschmerzen und Ohrenschmerzen und Halsschmerzen und Nasenschmerzen (!) und Rueckenschmerzen und Augenschmerzen und Schwindeligkeit und Fieber und Schuettelfrost und dergleichen kam dann auch noch eine besorgte Joanna, die vermutet hat, ich haette mich bei ihr angesteckt, mit entweder Meningitis oder Tonsilitis (Mandelentzuendung). Klasse Aussichten. Der nette Doktor allerdings, machte es nicht besser. Mit Blick auf meine Mandeln gab er ungefaehr das hier von sich: "Uuuuhhh, aah, mmhm, aah, oooh dear, OOH dear". Das macht sehr viel Mut! Super Taktik, Dr. James. Mit der positiven Diagnose der schlimmsten-Mandelentzuendung-die-er-je-gesehen-haette, und einem Kilo Tabletten konnte ich dann endlich wieder nach Hause, ins Bett. Ruehrend umsorgt von Joanna, die mich mit Vanilleeis versorgt hat, wann immer mein Gefrierschrank leer wurde. Denn das war soziemlich das einzige, was ich bis heute essen konnte... Die Tabletten (2 Penicillin, 2 Paracetamol, 2 Aspirin, das ganze alle vier Stunden!) musste ich mir wirklich mit Gewalt und groooossen Schmerzen hineinzwingen. Und unter Joannas Argusaugen hab ich dann auch irgendwann eine Banane gegessen, oder so aehnlich, das hat naemlich fast eine viertelstunde gedauert. Mittlerweile schlagen die Antibiotika allerdings an, und ich konnte ein Brot essen. Brot! Juchu. Das hat mich in dem Fall auch vor dem Tropf gerettet.
Und der arme Anthony! Der hatte Samstag Mittag angerufen, da hatte ich gerade meinen komatoesen Zenit erreicht. Als ich ans Handy gegangen bin, war ich, von den Medikamenten und dem Tiefschlaf total verwirrt, und er wusste ja noch gar nicht, dass ich krank bin ^^ Er wollte mich auf sein neues Boot einladen und ein bisschen rumduesen, und ich konnte nur "waaaah? boooot? ich bin.. im. beeettt.." antworten *lach* Allerdings konnte ich auch noch "Tonsilitis" sagen, bevor ich aufgelegt hab, und dann konnte er es sich zusammenreimen. Ohje.
Aber noch etwas anderes hab ich feststellen muessen. Schon drei Tage Bettlaegerigkeit reicht, um so etwas wie Beine unfunktionstuechtig zu machen! Sie sind einfach nicht gelaufen. So ein Scheiss. Naja. Aber ich mach Fortschritte, uebe sehr fleissig, und sogar Treppenlaufen geht wieder mittlerweile. Und dank Felix' CDs konnte ich heute auch wieder ein bisschen gute Laune haben. Sehr schoen. Und Genesungswuensche in Form von sehr suess und eigenhaendig geschriebenen Karten hab ich auch bekommen. Von Olivia, Teddy (6) und Emiliy (5). Jetzt zieren hier Regenbogenschweine und ganz viele Kuesschen meine Wand. Wenn mich das nicht schnell wieder gesund werden laesst!
Also ihr Lieben. Ich muss jetzt ins Bett, damit ich bald wieder gesund und munter bin. Ich hoffe, euer Wochenende war besser.
5.3.07 22:56


Der Wind, der Wind ist mein Freund.

Juchu, ich hatte einen freien Nachmittag. Nachdem Hacketti aus dem Hundekrankenhaus entlassen wurde (nach zwei Tagen!), Joanna aus dem Menschenkrankenhaus, Olivia wieder zur Schule darf und Al sich zwingt, wieder zur Arbeit zu gehen, hat sich der Arbeitswahn fuer mich ein wenig gelockert. Da Joanna aber von ihrem Arzt ein mindestens vierwoechiges Arbeitsverbot bekommen hat, bedeutet das fuer mich trotzdem noch einen Monat Stress, weil sie auch kaum etwas im Haus tun darf. Aber nachdem ich die letzte Woche jeden Tag jedes verdammte Bett neu beziehen musste, waschen und buegeln, hoert sich das trotzdem wie Musik in meinen Ohren an. Oder eher wie Balsam fuer meine armen Arme (habt ihr schon mal ein zwei mal zwei Meter Bettdeck bezogen? Das ist Schwerstarbeit ^^). Und so habe ich heute meinen ersten freien Nachmittag seit Eewigkeiten am Strand von Camber verbracht, der Strand an dem Anthony seine Kitesurfing-Schule hat. Mit Doreen an meiner Seite bin ich also durch den sehr milden, aber trotzdem unglaublich starken Wind gestapft und hab die Seeluft genossen. Ich liiebe es. Salzige Luft, und Moewen und Wellen. Sehr schoen war das, und die Wolken haben eindrucksvolle Szenarien geliefert. Kamera hatte ich dabei, aber aufgrund des sehr starken Windes konnte ich nicht viele Bilder machen, sonst waere mir die Kamera weggeflogen
Die Muscheln hier sind ganz anders als die ostfriesischen, groesser und bunter und toller. Dauernd sammle ich welche, und meine Handtasche beinhaltet schon mehr Muscheln als Labellos, was viel heisst bei mir.
Nichtsdestotrotz, ich mache mir heute einen gammeligen Abend. Keine Zukunftsplaene schmieden oder solche verrueckten Dinge, einfach nur die Beine hochlegen, heissen Kakao trinken und  irgendeine ueberfluessige Serie schauen. Ich fuerchte, ich hab ein bisschen Erholung verdient.
P.s.: Wer von den Heerens kann die Ueberschrift singen? Na? *g*
1.3.07 21:02


Ohne Worte.

Ich krieg die KRISE! Ich dachte, ich hoere nicht richtig, als ich heute morgen das Haus betreten habe. Jetzt sind ALLE krank! Ausser einem kleinen Aupair. Sogar der beschissene Hund! Ach Hacketti, du kannst ja auch nichts dafuer. Tut mir leid. Joanna ist immer noch im Bett nonstop, Al ist jetzt seiner Grippe voellig erlegen und muss mit Fieber im Bett liegen und Jemima und Olivia haben sich in der Schule einen Magen-Darm-Virus eingefangen! Und sind bloss noch am sich uebergeben. Hackett hat auch Magen-Darm, das arme Viech. Ich kann mir jetzt quasi aussuchen, welchen Virus ich denn gerne haette. Denn wenn ich da unbeschadet rauskomme, kommt das einem Wunder gleich. Aargh! Ganz davon abgesehen, dass ich nun fuer alles, aber auch wirklich alles zustaendig bin :-/ Und ich muss jeden Tag die Bettwaesche von aaaallen wechseln! Habt ihr ne Ahnung, wieviel Buegeln das bedeutet? Ich bin hier gerade ein bisschen am Krepieren. Ein bisschen.
27.2.07 11:29


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