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Es gibt mich noch.

Lange her, dass ich das letzte Mal geschrieben hab. So viel ist passiert! Nichts Grosses, nur so viel Unterschiedliches. Alles aufzuzaehlen, abzuarbeiten, gliche da eher einem Wochenrueckblick in 10 minuten. Aber um fuer alles was so war, einen eigenen Artikel zu schreiben, ist die zeitliche Naehe, die Aktualitaet nicht mehr da. Und darunter wuerde die Authentizitaet des Geschrieben empfindlich leiden. 
Nun gut, dann also doch Wochenruecklick, denn ein paar Dinge sollen einfach nicht unerwaehnt bleiben. Zum ersten, vielen, vielen Dank fuer alle Eure Karten, Briefe und Geschenke zu meinem Geburtstag ^^ Ich hab mich so gefreut. Komisch war es, an einem "ganz normalen Tag" auf einmal lots of attention zu bekommen. Denn, in mir selbst geht ja nicht um 24:00 Uhr zum 27. eine Fanfare los, und mein Seelenpersoenchen schmeisst kein Konfetti. Im Grunde hat Olivia damit ja Recht gehabt: Ohne Geburtstagstorte merkt man moeglicherweise gar nicht, dass man ueberhaupt Geburtstag hat. Die ich im Uebrigen auch nicht bekommen hab, sondern Geburtstagsfairycakes, mit chocolate-spread and sprinkles. Und Kerzen, die nicht mehr ausgehen, auch wenn man pustet. Also, das ist doch mindestens genauso toll
Spaetestens, als Mareke und Bastian dann gegen Mittag ankamen, war es schlichtweg unmoeglich, meine (nun bald faltigen) Augen vor der Geburtstags-Wahrheit zu verschliessen. Denn die Beiden trugen tshirts, auf dem jeweils vorne "2" und "0" stand, und hinten "Happy" und "Birthday". Mit extra importierten Luftschlangen wurde ich auch noch bepustet. Joanna war hingerissen ^^ Und ICH natuerlich auch. Soviel Heeren'sche Beklopptheit findet man ja nicht ueberall.
Es war so schoen, ein bisschen Ostfriesland hier zu haben mit den beiden, auch wenn wir schaetzungsweise 243 Packungen Toast kaufen mussten, um Bastian sattzubekommen. Und obwohl es die einzige Woche seit langem war, in der es geregnet hat, war das doch eine sehr sehr, schoene. Viel Verruecktheit, NCIS bis zum beinahe-krepieren, zu viel Schokolade und Partybus. Fotos gibts wohl noch online demnaechst.
Als sie dann wieder weg waren, hab ich erstmal zwei Tage aufgeraeumt ; ) Und dann war auch schon Emmas Hochzeit. Emma ist die Schwester von meinem Gastvater. Und genau, wie ihre Schwester Claire, ist Emma taubstumm. Zu allem Ueberfluss auch noch ein bisschen blind, und hat eine Laktoseintoleranz. Alles in allem also ziemlich weniger schoen. Clive, ihr frischgebackener Ehemann ist ebenfalls taub, aber nicht stumm. Zusammen besitzen sie die beiden ersten Taubstummen-Hunde ueberhaupt in England, Dora und Drew. Die stupsen sie zum Beispiel an, wenn es an der Tuer klingelt o.ae.
Wie soll man also nun mit Worten eine Hochzeit beschreiben, die so ganz und gar nicht auf dem gesprochenen Wort basiert? Man bekommt zum ersten Mal einen Eindruck von dem Gefuehl, dass ein Taubstummer in einem Raum mit lauter sprechenden Menschen empfinden muesste. Man fuehlt sich beinahe selber taub, weil man merkt, dass alle um einen herum kommunizieren, aber man selber keinen Zugang hat. Denn das, was ich an Gebaerdensprache kann, wuerde naemlich hoechstens fuer 6-7 Minuten Unterhaltung reichen.
Aber zu meinem Glueck waren natuerlich auch eine Menge sprechender Leute da, vorzugsweise aeltere Herren, die mich unbedingt an ihren Deutschkenntnissen teilhaben lassen wollten. Erworben im Krieg, beschraenken sich diese allerdings meistens auf "Hamburg", "Flugzeug", "Muenchen" und "Bier". Trotzdem nett. Besonders das jugendlich-schelmische Glitzern in den Augen, wenn sie sich mit einem gelachten "Auf Wiedersehen, mein Fraulein" verabschieden.
Ziemlich beeindruckend war natuerlich, dass Emma und Clive zu ihren Flitterwochen von "Uncle James", einem engen Freund der Hancocks, mit seinem Helicopter abgeholt wurden, der mitten auf der Festwiese mit einem enormen Getoese landete (das ja gluecklicherweise ueber die Haelfte der Anwesenden gar nicht hoeren konnten *g*).
Und vollkommen kaputt vom vielen Haeppchen essen, Tanzen zur carribean steel drum band (absolut fantastisch), Kinderbeaufsichtigen und hoeflich Konversation betreiben, war ich dann ganz froh, als ich gegen 7 Uhr abends mit den Kinderchen nach Hause konnte, babysitten. Kleid aus, unbequeme Schuhe aus, und fuer den Rest des Abends nicht mehr herunter vom Sofa. Aber, ein tolles Erlebnis, so eine englische Hochzeit.
Den Rest dieser Woche hab ich dann in einer Art Schlaf-Essen-Arbeiten Taumel hinter mich gebracht. War alles ziemlich anstrengend.
Aber nun, nun faengt das normale Leben wieder an. Hoffe ich, zumindest ein kleines bisschen.
11.5.07 13:20


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Think Pink. Weisheit einer Vierjaehrigen.

At bedtime, after prayers:
Olivia: You can't see God, Annie, can you?
Annie: Well, I can't - can you?
Olivia: No me neither... You know, it's because he is white.
Annie: Transparent, you mean. See-through.
Olivia: Yes, but you know what? Sometimes I think he's not transparent - he is pink.
21.5.07 12:39





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