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Die (dramatische) Leidensgeschichte der Annika H.

Und ich hatte doch gedacht, ich schaffe es. Schon eine Woche war rum, nach Joannas Krankheit, und ich musste nicht mal niesen, zwischendurch. Am Donnerstag war ich ja noch am Strand und sogar Freitag morgen hab ich noch meinen Wocheneinkauf gemacht, keine Anzeichen von irgendwas. Ab Mittag hat mein Kopf angefangen, weh zu tun, und gegen Abend hatte ich schon drei, vier Paracetamol intus, weil auch noch Halsschmerzen dazugekommen waren. Also habe ich das erste Mal, seit ich hier bin, gefragt, ob ich eher gehen koenne. Natuerlich konnte ich das. Innerhalb von, was weiss ich, 5, 6 Stunden hat sich mein Zustand von normal auf katastrophal geschaltet! Das ist das, was mich am meisten fasziniert.
Meine Sehkraft hat nicht mehr normal funktioniert, alles tat weh, und mir war kalt, wie Sau. Ab ins Bett also. Aber die Nacht war die Hoelle. Vor Schmerzen konnte ich nicht schlafen, und auf dem Weg ins Bad hab ich mir dann auch noch die Nase angeknackst. Auf einmal bin ich naemlich auf dem Badezimmerboden "aufgewacht", fragt mich nicht wie ich da hingekommen bin. Oder wie lange ich da gelegen hab. Aber anscheinend dabei irgendwo mit der Nase angehauen.. Und das in so einer einsamen Huette mitten in der Nacht, im Nachhinein krieg ich Angst ^^ Schmerztabletten konnte ich mittlerweile auch nicht mehr nehmen, weil zugeschwollener Hals und unertraegliche Schmerzen.
Also, schlepp ich mich, nachdem es endlich 8:00 war, rueber zum Hancock'schen Haus. Zwischendurch immer Blackouts. Klingt richtig dramatisch, wenn man es aufschreibt (Aber, so wars, und solche Geschehnisse kann ich euch ja nicht vorenthalten ; ) ). Die local surgery machte leider nicht eher als 9:00 auf, also noch eine Stunde warten. Schon alleine die Klamotten auf meiner Haut waren so schmerzhaft, dass ich am liebsten fast die ganze Zeit geheult haette, aber das geht ja nicht, vor den Kindern Kennt ihr das Gefuehl, oder bin ich da alleine? Wenn jede noch so kleine Beruehrung so weh tut, als wuerde man staendig "tausend Stecknadeln" machen? Naja, zu meinen Kopfschmerzen und Ohrenschmerzen und Halsschmerzen und Nasenschmerzen (!) und Rueckenschmerzen und Augenschmerzen und Schwindeligkeit und Fieber und Schuettelfrost und dergleichen kam dann auch noch eine besorgte Joanna, die vermutet hat, ich haette mich bei ihr angesteckt, mit entweder Meningitis oder Tonsilitis (Mandelentzuendung). Klasse Aussichten. Der nette Doktor allerdings, machte es nicht besser. Mit Blick auf meine Mandeln gab er ungefaehr das hier von sich: "Uuuuhhh, aah, mmhm, aah, oooh dear, OOH dear". Das macht sehr viel Mut! Super Taktik, Dr. James. Mit der positiven Diagnose der schlimmsten-Mandelentzuendung-die-er-je-gesehen-haette, und einem Kilo Tabletten konnte ich dann endlich wieder nach Hause, ins Bett. Ruehrend umsorgt von Joanna, die mich mit Vanilleeis versorgt hat, wann immer mein Gefrierschrank leer wurde. Denn das war soziemlich das einzige, was ich bis heute essen konnte... Die Tabletten (2 Penicillin, 2 Paracetamol, 2 Aspirin, das ganze alle vier Stunden!) musste ich mir wirklich mit Gewalt und groooossen Schmerzen hineinzwingen. Und unter Joannas Argusaugen hab ich dann auch irgendwann eine Banane gegessen, oder so aehnlich, das hat naemlich fast eine viertelstunde gedauert. Mittlerweile schlagen die Antibiotika allerdings an, und ich konnte ein Brot essen. Brot! Juchu. Das hat mich in dem Fall auch vor dem Tropf gerettet.
Und der arme Anthony! Der hatte Samstag Mittag angerufen, da hatte ich gerade meinen komatoesen Zenit erreicht. Als ich ans Handy gegangen bin, war ich, von den Medikamenten und dem Tiefschlaf total verwirrt, und er wusste ja noch gar nicht, dass ich krank bin ^^ Er wollte mich auf sein neues Boot einladen und ein bisschen rumduesen, und ich konnte nur "waaaah? boooot? ich bin.. im. beeettt.." antworten *lach* Allerdings konnte ich auch noch "Tonsilitis" sagen, bevor ich aufgelegt hab, und dann konnte er es sich zusammenreimen. Ohje.
Aber noch etwas anderes hab ich feststellen muessen. Schon drei Tage Bettlaegerigkeit reicht, um so etwas wie Beine unfunktionstuechtig zu machen! Sie sind einfach nicht gelaufen. So ein Scheiss. Naja. Aber ich mach Fortschritte, uebe sehr fleissig, und sogar Treppenlaufen geht wieder mittlerweile. Und dank Felix' CDs konnte ich heute auch wieder ein bisschen gute Laune haben. Sehr schoen. Und Genesungswuensche in Form von sehr suess und eigenhaendig geschriebenen Karten hab ich auch bekommen. Von Olivia, Teddy (6) und Emiliy (5). Jetzt zieren hier Regenbogenschweine und ganz viele Kuesschen meine Wand. Wenn mich das nicht schnell wieder gesund werden laesst!
Also ihr Lieben. Ich muss jetzt ins Bett, damit ich bald wieder gesund und munter bin. Ich hoffe, euer Wochenende war besser.
5.3.07 22:56
 



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