Startseite
  Über...
  Archiv
  Bilder.
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 

http://myblog.de/grietchen

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
merry christmas and a happy new year.

Der erste Abend, an dem ich wirklich Zeit finde, etwas zu schreiben. Seit meinem letzten Eintrag ist viel passiert! Ich habe im Flugzeug mehr als tausend Kilometer zurueckgelegt und sogar am Steuer von verschiedenen Autos mindestens 600 Kliometer. Dazu hab ich mir mindestens drei Kilo an superleckerem Weihnachtsessen angefuttert und hab seit drei Monaten mal wieder mehr als zwei Liter Alkohol am Stueck getrunken
Soviel dazu. Ich hatte ein wunderbares Familien-Weihnachten, dass mit einem tollen Willkommensplakat am Bahnhof eingelaeutet wurde, ich hab tatsaechlich eins bekommen Genauso wie den super Sandisk e260, mit dem ich jetzt auch im tiefen Beckleyer Wald zu meiner Musik herumtanzen kann. Ich hab so viele so tolle Sachen bekommen, die ich schon fast alle benutzt habe ^^ Kochbuecher sowieso, und Ulrike, Dein Armband trage ich jeden Tag.
Ja, und es war so schoen, die ganzen Leute wiederzusehen! Allerdings ist es ja doch irgendwie immer so, dass man beinahe mehr Leute sieht, auf die man gerne verzichten koennte, als umgekehrt ^^ Auch das VEU Treffen hat gezeigt, dass sich eigentlich keiner wirklich veraendert hat. Waren ja auch nur drei Monate. Aber ich fuehle mich trotzdem so veraendert, ausserlich und innerlich J Abitur gemacht hab ich mit blonden, laengeren Haaren und nun sind sie kurz und dunkelbraun. Fuehlt sich richtig an, und ich werds auch noch ne Weile so lassen, auch wenn es da geteilte Meinungen gibt (Hallo Meyli ^^). Und Abitur hab ich gemacht, mit dem Druck, irgendwas „werden“ zu muessen, jetzt sofort und am besten gleich. Das ist jetzt irgendwie weg, zum Glueck. Ich merke, was ich kann und mag, und das ist gar nicht so unglaublich wenig wie ich dachte, und ich hab noch ein paar Monate, um das ordentlich zu ueberdenken.
Schneller als ich dachte, kam schon das Ende meines „Heimaturlaubes“. Elf Tage, wurden bald zu gefuehlten drei einhalb. Aber das ist ja eher ein positives Zeichen, als ein negatives. Am Donnerstag morgen um vier Uhr morgens bin ich also ins Auto gestiegen und hab, ohne Navi, dafuer aber mit Schnee und Kersten, den Weg doch gut nach Luebeck gefunden, von wo mein Flug ging. Katastrophen mit mir am Steuer gab es gar keine, ich bin auch nur einmal ausversehen die Abfahrt nach Bremen runtergeduest, was dem armen Kersten einen kleinen Anflug von Existenzaengsten verpasst hat („Was machst Du denn, wir finden hier nie wieder raus ohne das Navi, und dann verpasst Du den Flug und nun fahr mal hundertvierzig und nicht 73 ,aarhg!" ) Aber, irgendwie hab ich ja doch immer noch Dusel und es war gar nicht schwierig, wieder auf die richtige Autobahn zu kommen :P 

Apropos Dusel. Da gab es ein Ereignis, an dem ich euch noch teilhaben lassen muss :D Und zwar gibt es ja die Auricher Weihnachtslotterie oder wie auch immer die heisst. Und in meinem ganzen Leben hab ich noch nie etwas gewonnen, ausser einem haesslichen Blinki in der Grundschule, den aber jeder Idiot „gewonnen“ hat, aus paedagogischen Gruenden (Das hab ich damals schon kapiert und fand es scheisse). Also, am ersten Abend in Aurich war ich mit meiner Familie auf dem Weihnachtsmarkt und jeder hat sich ein Los gekauft, eins, wir wollen ja auch mal nicht uebertreiben. Und ihr koennt euch sicher denken worauf ich hinaus will, ich hab was gewonnen. Und das hat mich, zur Belustigung der uebrigen Anwesenden vor Freude ein bisschen ueber den Weihnachtsmarkt huepfen lassen. Ich hab naemlich nicht irgendwas gewonnen, sondern eine riesengroosse geraeucherte Mettwurst. Nicht lachen, das hat mich wirklich gefreut. Ich hab naemlich seit ich in England bin, keine Wurst mehr gegessen. Das Tragische an der ganzen Geschichte ist allerdings, dass ich sie mit nach Beckley nehmen wollte, und sie nicht mehr in meinen Koffer passte, der am Flughafenschalter genau 15.9 kg gewogen hat (Glueck gehabt ^^).

Der Flug hat mir, zum ersten Mal, seit dem ich ca. 20 mal die Treppe in ein Flugzeug hochgekraxelt bin, beinahe einen Herzstillstand vor Schrecken verpasst. Wir hatten ja auf der ganzen Hinfahrt schon so Schneeregenmatsch, aber just (Achtung, deutsche Aussprache bitte) in dem Moment als ich in das Flugzeug steige, bricht ein Schneesturm los, der sich gewaschen hat. Ein bisschen mulmig war mir schon zumute, aber ich dachte ja nicht, dass wir losfliegen wuerden, wenn der Flug ernsthaft gefaerdet waerden koennte. Die ersten paar Minuten war auch alles gut, aber als wir schon ein bisschen in der Luft waren, setzt ein filmreifes Szenario ein. Das Flugzeug wackelt, sackt ab. Alles klar, die Anschnallzeichen werden wieder eingeblendet. Durchsage, dass alles okay ist (natuerlich). Dann wieder, das Flugzeug wackelt so sehr, dass ich mein Buch nicht mehr lesen kann, davon abgesehen sind auch die Lichter ganz aus jetzt. Ein bisschen nervoes gucke ich Laura, das spanische Aupairmaedchen an, das rechts  neben mir sitzt, die mir erklaert, dass das normal ist und sie das schon oft hatte. Anissa, das englisches Aupairmaedchen das links neben mir sitzt (wo kommen die alle her, ist hier irgendwo ein Nest?) ist aber mindestens genauso hibbelig wie ich. Die ersten Omas fangen an, nach den Stewardessen zu rufen, die aber schlauerweise schnell ins Cockpit verschwunden sind. Nochmal die Durchsage dass wir nicht zu beunruhigt sein muessen. Widerspruechlicherweise sackt das Flugzeug auf der Stelle gefuehlte zwei Kilometer runter und die Sauerstoffdinger werden runtergelassen. In dem Moment hab ich ueberlegt, ob ein Testament mit 19 ¾ wirklich so laecherlich ist. Natuerlich wird das optische Chaos noch mit ein paar heulenden Kindern und Omis akkustisch untermalt. Der Pilot erklaert dann allerdings, dass das mit den Masken nur ein Versehen war und wir definitiv nicht in Gefahr seien. Ich frag mich wirklich, ob das stimmt, mit dem Versehen, oder ob fuer eine kurze Zeit wirklich alles ganz ganz schlimm war. Kennt sich jemand mit sowas aus? Naja, ich hatte matschige Knie, aber nach 10 Minuten war das Spektakel auch schon wieder vorbei. Die Lichter gehen an und die Stewardessen verkaufen wieder froehlich Tomatensaft und Rubbellose.
Trotzdem bin ich ja angekommen, gesund und einigermassen munter (nicht verwunderlich nach dem Adrenalinschub). Hab mich wiedereinmal durch den Londoner Untergrund geboxt und bin in Jos Range Rover eingestiegen (auf die richtige Seite).
Gleich am Abend fing die Arbeit an, Babysitten und vier Wannen Waesche warteten auf mich. Aber da Jo zu Weihnachten ein neues Buegeleisen bekommen hat, war das gar nicht so(oooooooo) schlimm. Das buegelt butterweich, das duest nur so von selbst ueber die kilometerlangen Laken. So ging das weiter am naechsten Tag, herzlich wenig Spielen mit meinen suessen Kleinen, dafuer aber jede Menge Buegelwaesche aufzuholen. Viele Gaeste sind da ueber diese Tage, und so kommen auch noch immer so zwei bis sechs Kinder dazu, die ich auch noch hab, allerdings sind die meisten zum Glueck sehr wohlerzogen und bedeuten nicht so viel „Arbeit“. Heute uebernachten hier zum Beispiel zwei Kinder, Alistair (5) und Francesca (3). Habt ihr schonmal eine Mutter (dazu noch eine englische, steinreiche!) eine absolut ehrliche und zutreffende Beschreibung ihrer Kinder von sich geben hoeren? Ich nicht. Hier sind alle Kinder „lovely“ „just gorgeous“ und „very well behaved“. Aber diese Mutter, sie sagt doch glatt, „Annie, listen. Alistair is wonderful, you won’t have ANY problems“ (Ich denke “Jaha, hast Du ne Ahnung.."  ) “But Francesca, she’s a monster, she is the one you have to watch”. Da ist mir ein bisschen die Kinnlade runtergeklappt. Nicht nur, dass es harte Worte waren (aber mit einem Augenzwinkern gesagt, natuerlich), sie hatte auch vollkommen recht! Es stimmte. Ali hat seine gesamte eklige Suppe ohne Mucks aufgegessen (TESCO, Karotten und Blauschimmelkaese), sein Glas Wasser getrunken und sich bedankt hinterher. Cesci hat alles durch die Kueche gespuckt. Und so ging das weiter, den ganzen Tag. Sehr lustig ^^
Naja, ich sehe dass der Text schon lang genug ist nun, und deswegen muss ich jetzt anfangen, mit den Neujahrswuenschen. Denn wie die meisten ja wissen muss ich heute babysitten. Noch (und es ist schon halb zwoelf) hat sich noch gar nicht meine befuerchtete Riesendepression eingefunden, weil ich diesen Abend alleine (okay mit Hundi) verbringen muss, waehrend der Rest der Welt sich betrinkt und unhaltbare Neujahrsversprechen herumgroehlt. Noe, das mach ich heute alles eben nicht! Ich hab grad toll zu Abend gegessen und wenn die Minute da ist, werde ich mir sehr chic ein Glas Champagner einschenken, dass bestimmt teurer ist, als alles was ihr heut abend zusammen trinkt :P :D

Meine Familie hat mir ein Bett vor dem Fernseher aufgebaut und meint, dass ich schlafen soll, aber ich werd mir gleich noch „Breakfast at Tiffany’s“ angucken und dann werden sie wohl immer noch nicht da sein, aber „Winnie the Pooh“ liegt auch noch von mir ungesehen im Schrank. Mal sehen ob ich spaeter noch ein Champagner-Frusttrinken veranstalten muss, oder ob das ausbleibt. Und wer weiss, was so ein allein verbrachter Silvesterabend alles an bewusstseinserweiternden Effekten und ploetzlichen Selbsterkenntnissen mit sich bringt, man weiss ja nie! Also, ich hab mir fuer dieses neue Jahr kein bisschen was an guten Vorsaetzen gesetzt. Denn meine rebellische Ader (haha) verhindert, dass ich auch nur einen von denen umsetze, einfach aus Protest. Also, nehm ich mir einfach gar nichts vor, und alles regelt sich von alleine :D Schlau, was? So, und mit dieser Superidee schliesse ich, schenk mir mein Glas ein und gucke, ob ich den DVD Player anbekomme. Bis naechstes Jahr :D

31.12.06 23:47
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung